Mai - Juni 2017

Begleiten Sie unsere Mitarbeiterin Jana auf Ihre Flusskreuzfahrt nach Russland. Lassen Sie sich verzaubern von dem alten Glanz der einzigartigen Zarenmetropole St. Petersburg und der pulsierenden Hauptstadt Moskau mit Prunkbauten, Zwiebelturmkathedralen, Palästen und zahlreichen Kanälen.

Ihr Chronist

Liebe Leser,

diesmal geht es für mich auf den längsten Fluss Europas, die Wolga. Beginnend in der Zarenstadt St.Petersburg geht es auf der MS Scholochov über den Ladogasee und Onegasee und durch die verschiedenste Gegenden Russlands, bis ich schließlich in der Hauptstadt Moskau ankommen werde. Ich freue mich mit Ihnen meine Erlebnisse und Erfahrungen in diesem Bericht teilen zu können. Ich lade Sie herzlich ein, mich auf dieser Reise zu begleiten.

Viel Spaß beim Lesen und liebe Grüße,
Jana

1. Tag: St. Petersburg

Nachdem ich letzte Nacht erst spät auf der MS Scholochov in St.Petersburg ankam, ging es heute morgen zunächst einmal über alle Flussschiffe, die auch in St.Petersburg an der Seilbrücke lagen. So konnte ich mir einen guten Überblick über die verschiedenen Ausstattungen und Kategorien der Russischen Flussschiffe machen.

Zum Mittagessen nahmem mich die Kreuzfahrtenleiterin Lina und unsere Reiseleiterin Ana sehr herzlich in ihre Runde auf. Gegen Abend erfolgte dann mein erster Ausflug in die Stadt: Eine Schifffahrt über die Newa und St.Petersburgs Kanäle. Kein Wunder, dass St.Petersburg auch oft das Venedig des Nordens genannt wird. Unzählige Brücken und schmale Wasserstraßen sorgen gerade beim Sonnenuntergang für ein romantisches Ambiente. Ein ganz besonderes Highlight: Die beleuchteten Brücken über der Newa bei Nacht. Ein buntes Lichterfeuerwerk!

Ein gelungener Abschluss für den Tag und ein toller Einstieg in die Stadt St.Petersburg.

2. Tag: St. Petersburg

Nach einem leckeren Frühstücksbuffet ging es schon früh los zum ersten Ausflug für heute. Wir wurden mit dem Bus am Schiff abgeholt und nach Puschkin gebracht. Diese Stadt nahe St.Petersburg wurde nach dem wohl berühmtesten Dichter Russlands, Alexander Puschkin, benannt. Hier wartete der Katharinenpalast darauf von uns erkundet zu werden. Einst Zarenpalast wurde er im 2.Weltkrieg zerstört und anschließend möglichst originalgetreu wieder aufgebaut. Schon am Eingang erahnte man die Pracht dieses Palastes: Die blau-weiß-ockerne Fassade mit den goldenen Zwiebeltürmen strahlt über die gesamte Parkanlage. Im Palast selbst gingen wir durch viele verschiedene gold verzierte Zimmer. Zu jedem dieser Zimmer gab es eine Geschichte, die uns unsere Reiseleiterin Olga erzählte. Der Höhepunkt dabei war wohl das Bernsteinzimmer, welches im 2.Weltkrieg spurlos verschwand und vor einigen Jahren nachgebaut wurde. Nach einem kurzen Spaziergang durch den herrlichen Park mit riesigem See und einem tollen kleinen Konzert einer Männer-Gesangsgruppe ging es dann wieder zurück zum Schiff. Ein leckeres Mittagessen wartete bereits.

Am Nachmittag entschied ich mich für den Ausflug "Perlen St. Petersburg". Es bestand aber auch auch die Möglichkeit zur Eremitage zu fahren, so war für jeden Geschmack etwas dabei. Ein ganz besonderes Highlght am Nachmittag war der Besuch der Schiffsbrücke. Unser Kapitän, schon seit 17 Jahren auf dem Schiff, erklärte die verschiedenen Gerätschaften und Stand für Rede und Antwort gerne bereit.

Bei unserem Ausflug fuhren wir mit der Metro ins Stadtzentrum und machten dann mit unserer Reiseleiterin Tamara einen Stadtrundgang. So konnte man sich viele Sehenswürdigkeiten, wie bspw. die Blutkirche nochmal in aller Ruhe angucken und Fotos machen. Wir sahen außerdem einen traditionellen Buchladen, ein altes Kaufmannshaus und das älteste Hotel St. Petersburgs von Innen. Hier wurde der Prunk der Stadt noch einmal bewiesen. Tamara brachte uns die Geheimtipps auf humorvolle Art näher, ein wirklich toller Nachmittag! Zum Abschluss schlenderten wir durch die Fußgängerzone bevor es wieder per Metro zurück zum Schiff ging. Hierbei sei erwähnt, dass die Metro an sich schon ein Erlebnis ist. Scheinbar unendlich lange Rolltreppen und geschlossene Bahnhöfe, sodass man zunächst gar nicht erkennt, dass man sich in der Metro befindet.

Wieder zurück am Schiff, wartete schon das leckere Abendessen. Nun hieß es "Auf Wiedersehen St. Petersburg", wir legten Richtung Ladogasee ab. Anschließend unterhielten uns die Musiker des Schiffs in der Piano Bar mit traditionellen Russischen Gewändern und Folkloremusik. Der Höhepunkt war natürlich das Lied "Kalinka", bei dem so ziemlich jeder anwesende Gast mitsang. Anschließend ließ ich den Abend gemütlich in der Piano Bar ausklingen. Hier konnte man die vorbeiziehende Flusslandschaft herrlich genießen. Besonders der Sonnenuntergang, der den Fluss in ein tolles rosa Licht tauchte, versüßte diesen Anblick.

3. Tag: Mandrogy

Als ich heute morgen aufwachte waren wir immer noch am fahren. Über Nacht hatten wir den Ladogasee passiert und waren unterwegs gen Norden. Auf dem Fluss Swir fuhren wir durch die Leningrad Region bis wir in dem Dorf Mandrogy ankamen.

Mandrogy war einst ein Fischerdorf, in welchem man heute vor allem die verschiedenen typischen Handwerke der Russen sehen kann. Doch zunächst wurde für uns eine Schaschlik-Party veranstaltet. Auf riesigen Grills warteten bereits die leckeren Schaschlik Spieße. Unterhalten wurde man währenddessen von einer russischen Musikgruppe, bei der vor allem der Balalaika Spieler sein Können unter Beweis stellte. Anschließend konnte man selbst das Dorf erkunden und den verschiedenen russischen Handwerkern über die Schulter schauen und einen langen Spaziergang durch das Dorf machen.

Am späten Nachmittag legte das Schiff wieder ab und es wurden verschiedene Aktivitäten angeboten. Man konnte in einem Chor russische Lieder singen, die russische Sprache lernen oder einen Film über die russische Geschichte gucken. Nach dem Abendessen wurde im Tanzsalon ein Abend zu Ehren des Namensgebers des Schiffes veranstaltet. Während man interessante Details über den Nobelpreisträger Michail Alexandrowitsch Scholochow erfuhr, begleiteten die Musiker den Abend mit Kosaken-Liedern.

Ausklang findet mein Abend in der Piano Bar, wo ich nun sitze und den Bericht schreibe. Bis morgen!

4. Tag: Insel Kishi

Heute stand ein Ausflug zur Museumsinsel Kishi auf dem Programm. Am Morgen kamen wir dort an und gingen in kleineren Gruppen an Land. Die Reiseleiterin Olga führte uns über das Museumsdorf, in dem man die Bauart und Lebensweise der früheren russischen Bevölkerung näher gebracht bekam. Das besondere Highlight war die großte hölzerne Kirche, die bereits seit 350 Jahren existiert. Für einen Holzbau dieser Art einmalig.

Am Nachmittag legte das Schiff wieder ab und es wurden wieder verschiedenste Aktivitäten von der Besatzung angeboten, wie z. B. ein Russisch Sprachkurs, ein russischer Tanzkurs oder ein Chor.

Am Abend unterhielten uns die Musiker mit Melodien aus der ganzen Welt vorgetragen auf verschiedensten Instrumenten, wie z. B. der Geige oder der Claviola.

5. Tag: Goritsy

Der Vormittag stand wieder ganz im Zeichen des Schiffes. Die Dolmetscherinnen, u. a. auch Anastasia, die Kreuzfahrtenleiterin Lina und unsere Bordreiseleitung Ana, bereiteten den Gästen ein abwechslungsreiches Programm, sodass die Zeit auf dem Schiff wie im Fluge verging. Ich entschied mich heute dazu den Vormittag auf dem Sonnendeck bzw. auf Deck 4 vor der Pianobar zu verbringen und die vorbeiziehende Landschaft zu genießen. Die abwechselnden Bilder und die ein oder andere Schleuse boten auch hier Abwechslung. Durch Anas Ansagen zur vorbeiziehenden Landschaft, Land und Leuten lernte man auch einiges dazu.

Am Nachmittag legten wir in Goritzy an. Hier stand der Besuch bzw. die Besichtigung des Kirill-Beloserski-Klosters an. Im 14. Jahrhundert gegründet ist es eines der größten Klosteranlagen Russlands und Europas. Unsere örtliche Reiseleiterin erzählte uns viel über die Anlage an sich, die verschiedenen Malereien in den Kathedralen und deren Bedeutung und verriet uns zu guter Letzt auch warum gerade Iwan der Schreckliche dieses Kloster so gerne mochte. In herrlicher Kathedralen-Akkustik kam uns auch hier eine gesangliche Darbietung eines Männer-Musik-Ensembles zu Ohren.

Wieder zurück an Bord wartete für viele Gäste ein gastronomisches Highlight: eine Wodkaprobe. Mit viel Witz und lustigen Anekdoten brachte uns Anastasia viele Bräuche und Normalitäten russischer Festlichkeiten näher. Währenddessen konnten wir die fünf beliebtesten Wodkasorten des Landes probieren und typische Kanapees, wie z.B. Kaviar oder Forellenschnittchen verspeisen.

Nach dem Abendessen folgte dann ein wirklich lustiges Abendprogramm: der russische Abend. Die Tanzgruppe, die an den vorherigen Tagen schon fleißig geprobt hatte, durfte heute ihr Können unter Beweis stellen. Ein typischer Russischer Folkloretanz und ein Matrjoschka-Tanz wurden dargeboten, das Publikum war begeistert! Unter Mithilfe einiger ausgewählter Gäste führte die Besatzung anschließend ein russisches Märchen mit viel Witz und Humor auf. Alle hatten viel Spaß und der Abend zauberte jedem ein Lächeln ins Gesicht.

6. Tag: Uglitsch

Heute Vormittag konnte man bei dem Spielfilm "Der stille Don" wieder etwas über die russische Geschichte lernen und anschließend von den Dolmetscherinnen die russische Küche näher gebracht und verschiedene Rezepte vorgestellt bekommen.

Am Nachmittag war eigentlich ein Landausflug zum Kreml in der Kleinstadt Uglitsch geplant. Leider musste dieser ausfallen, da das Schiff wegen hohem Schiffsverkehrsaufkommen Verspätung hatte und es wichtiger war den Zeitplan in Moskau halten zu können. Alles halb so schlimm, als Entschädigung gab es einen kostenlosen Ausflug in Moskau dazu und statt nur einer Kathedrale im Kreml in Moskau sollten wir am nächsten Tag zwei Kathedralen besuchen können. So verbrachten wir den Nachmittag auf dem Schiff und konnten den Kreml Uglitschs von Weitem am Flussufer sehen. Die besondere Schleuse bei Uglitsch durchfuhren wir aber natürlich trotzdem. Sie hat die Form eines prächtigen Torbogens.

Am Abend stand der Kapitänscocktail und der bunte Abend an, da es der letzte Abend vor der Ankunft in Russlands Hauptstadt, Moskau, war. Der Kapitän und die Besatzung richteten liebevolle Worte an die Gäste, bevor ein Highlight das nächste beim bunten Abend jagte. So sang zunächst der an Bord formierte Chor russische Volkslieder und natürlich als Zugabe "Kalinka", der ganze Saal sang und klatschte mit. Verschiedene Gäste sangen oder bereiteten uns große Freude mit einem Pfeifkonzert. Auch eine Gymnastikstunde mit dem Lied "Laurentia" wurde von zwei Damen vorbereitet und vorgetragen. Zum krönenden Abschluss sang Anastasia und die restliche Besatzung ein Lied auf Deutsch. Ein wirklich toller Abend!

7. Tag: Moskau

Heute legten wir nach dem Mittagessen in Russlands Hauptstadt und dem gleichzeitigen Ziel unserer Reise, Moskau, an. Zunächst stand der Besuch des Kremls als zubuchbarer Ausflug auf dem Programm. Der Kreml ist der älteste Teil Moskaus und war ursprünglich eine Burg bzw. Zitadelle/Festung. Durch den Alexandergarten spazierten wir zum Eingang des Kremls. Inmitten des Kremls stehend hatte man einen wunderschönen Rundumblick auf den roten Platz, die Basilius-Kathedrale, den Senatspalast und die verschiedenen Türme des Kremls selbst. Anschließend spazierten wir zum Kathedralenplatz und sahen hier das Hauptgotteshaus des Russischen Staates, die Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale, und die Erzengelkathedrale von Innen und viele weitere Kathedralen von außen. Unsere örtliche Reiseleiterin versorgte uns dabei zu jedem Zeitpunkt mit reichlich Informationen. Einige Gäste besuchten anschließend noch die Schatzkammer, für mich ging es aber zurück zum Schiff.

Wieder angekommen am Flusshafen traf ich mich mit dem Kreuzfahrtdirektor der MS Checkov, Sascha. Dieser führe mich über das Schiff und beantwortete mir viele Fragen zu dem in Österreich gebauten Schiff. Die MS Checkov finden Sie auch bei Berge & Meer (Reisecode: K87032).

Nach dem Abendessen stand dann ein besonderer freiwilliger Ausflug auf dem Programm: Moskaus Metro & Moskau bei Nacht. Zunächst fuhren wir mit dem Bus vom Schiff aus zur nächstgelegenen Metrostation der braunen Ring-Linie. Diese Metro-Linie zieht sich wie ein Ring durch Moskau. Hier fuhren wir verschiedene Stationen ab. Es ist wirklich erstaunlich wie jede Metrostation auf ihre ganz eigene Art und Weise prächtig gestaltet ist. Meist fühlt man sich wie in einem Palast oder wie an einem Denkmal. Unsere Reiseleiterin konnte uns hier zu jeder Metrostation eine eigene Geschichte erzählen. Die Meteo ist ein absolutes MUSS, wenn man in der Hauptstadt Russlands zu Besuch ist. Danach verschlug es uns wieder an die Oberfläche der Stadt, in der es mittlerweile dunkel geworden war. Hier angekommen, kam man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die prunkvollen Gebäude Moskaus mit hellem und teilweise buntem Licht bestrahlt. So kam jedes kleine Detail zur Geltung. Wir unternahmen einen Spaziergang über den roten Platz auf dem es mir dann entgültig die Sprache verschlug. Das Kaufhaus GUM, das Lenin-Mausoleum, die Basilius-Kathedrale und noch viele weitere Gebäude erstrahlten im Lichterglanz der Moskauischen Dunkelheit. Ein wirklich ganz besonderer Anblick! Danach ging es wieder zum Bus zurück und wir fuhren noch ein Stück weiter durch die Dunkelheit Moskaus. Ein weiteres besonderes Highlight: Die Sperlingsberge. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick auf das Panorama Moskaus. Natürlich gerade bei Nacht ist dies etwas ganz Besonderes.

Gegen Mitternacht fiel ich nach einem solch ereignisreichen Tag dann erschöpft ins Bett. Bis morgen!

8. Tag: Moskau

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen Moskaus. Früh ging es los zur Stadtrundfahrt. Wir fuhren vorbei an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt, wie z. B. dem weißen Haus, dem Neujungfrauenkloster oder dem ehemaligen Hotel Ukraina. Unsere örtliche Reiseleiterin gab uns dabei viele wertvolle Informationen zu der Stadt.

Das erste mal stiegen wir dann an der Lomonossow Universität auf den Sperlingsbergen aus dem Bus aus. Von hier hatte man einen tollen Panoramablick über die Stadt. Nächster Halt war am Bolschoi-Theater. Von hier spazierten wir zum Roten Platz, wo wir dann etwas Zeit für eigene Erkundungen hatten. Bei Tageslicht sah der Platz nochmal ganz anders aus als in der Nacht zuvor. Ich nutze die Gelegenheit und schlenderte durchs berühmte Luxus-Kaufhaus GUM. Zum Abschluss der Stadtrundfahrt ging es dann auf die Arbat Straße, die Künstler- und Musikerstraße der Stadt. Neben tollen Gemälden konnte man hier auch Straßenmusikern sehen bzw. hören. Ein gelungener Abschluss für die interessante und informative Stadtrundfahrt.

Nachdem ich am Nachmittag meinen Koffer gepackt hatte verschlug es mich nach dem Abendessen noch einmal runter vom Schiff. Zum Sonnenuntergang entschied ich mich die Umgebung um den Flusshafen zu erkunden. Erst spazierte ich durch einen naheliegenden Park und dann flanierte ich entlang der Flussuferpromenade. Da sehr schönes Wetter war, waren viele Moskauer auf den Beinen. Zum Abschluss des Tages ging es dann ein letztes mal in die Pianobar des Schiffes.

9. Tag: Moskau - St. Petersburg

Heute morgen hieß es "ausschiffen", die Reise auf der MS Schlochov war zu Ende. Von einem der zahlreichen Moskauer Bahnhöfen ging es für mich per Sapsan nach St. Petersburg zurück. Der Sapsan ist zu vergleichen mit dem ICE in Deutschland. In nur 4 Stunden war ich zurück in der Zarenstadt. Hier ging es für mich dann auf die MS Prinzessin Anabella, unser anderes Schiff auf der Wolga. Diese war zuvor genau entgegengesetzt zur MS Scholochov gefahren, weswegen ich das Schiff nun zum ersten Mal sah.

Hier wieder eingeschifft, ging es nach dem Abendessen auf eine Nachtrundfahrt durch St.Petersburg. Wie auch Moskau, versprüht die Stadt bei Nacht einen ganz besonderen Charme. Viele pompöse Gebäude werden angestrahlt und wirken noch pompöser, einfach traumhaft. Besonderes Highlight der nächtlichen Rundfahrt: Wir blieben so lange in der Stadt bis sich die Brücken über der Newa für den Schiffsverkehr öffneten. Dies geschieht ab ca. 2.00 Uhr. Die Brücken können dann für ca. 3 - 4 Stunden nicht mehr von Autos über-, dafür von Schiffen durchfahren werden. Die Brückenöffnung passiert bei lautstarker russischer Musik und tollen Beleuchtungen.

Wieder zurück am Schiff fiel ich dann müde ins Bett.

10. Tag: St. Petersburg & Abreise

Heute morgen ging es für mich ein letztes mal auf eine Fahrt durch St. Petersburg. Wir brachen auf zur kleinsten Insel der Stadt, der sog. Haseninsel. Über eine der beiden ältesten Brücken St. Petersburgs kam man dort zur Peter-und-Paul-Festung. Eine Festungsanlage aus dem 18. Jahrhundert, die das historische Zentrum und den Ursprung der Stadt bildet. Diese Kathedrale ist nicht nur sehr prächtig, auch sind hier die meisten Mitglieder der ehemaligen Zarenfamilien begraben, so z. B. auch Katharina die Große.

Nach dieser interessanten Besichtigung ging es zur Isaakskathedrale. Sie ist eine der größten Sakralen Kuppelbauten der Welt. Beim Eintritt in die Kathedrale stockte mir der Atem, eine wirklich beeindruckende Innenausstattung, Gemälde, Gold und Ikonen wo man nur hinguckte. Besonderes Highlight ist hier die Kuppel von unten. Schaut man nach oben sieht man eine Taube in der Kuppel gemalt. Anschließend ging ich noch durch den Säulengang der Kathedrale und von wo man St.Petersburg in einem 360° Blick von oben sehen konnte. Ein wirklich schöner Abschluss für die Reise.

Dann hieß es: Auf Wiedersehen Russland! Ich hoffe mein Bericht hat Ihnen gefallen und konnte Ihnen die Schiffsreise über die Wolga etwas näher bringen. Liebe Grüße.

Ihr Reiseverlauf

1. Tag - St. Petersburg - Stadtrundfahrt - Einschiffung

2. Tag - St. Petersburg - Puschkin, Katharinenpalast

3. Tag - Fahrt über den Ladogasee. Mandrogy bzw. Svistroy, Flussfahrt auf der Svir

4. Tag - Kreuzen im Onegasee, Insel Kishi, Wokga - Baltik - Kanal

5. Tag - Kreuzen über den Weißen See, Goritsy, Fahrt über den Rybinsker Stausee

6. Tag - Uglitsch

7. Tag - Moskau

8. Tag - Moskau

9. Tag - Moskau & Ausschiffung